Zahnimplantat Ablauf: Wie wird das Implantat eingesetzt?

Was passiert eigentlich genau, wenn der Zahnarzt Implantate einsetzt? Wie ist der genaue Ablauf und muss man mit Schmerzen rechnen? Gibt es die Möglichkeit einer Vollnarkose oder reicht eine örtliche Betäubung? Viele Fragen, aber auf alle gibt es auch eine Antwort.

IMG_3978Mit und ohne Narkose

Wer sich Implantate einsetzen lassen möchte, der muss zunächst mehrere Termine bei seinem Zahnarzt wahrnehmen. Die Zähne werden geröntgt, dann gibt es mehrere Abdrücke und schließlich wird ein Termin für die Implantierung vereinbart. Wer besonders schmerzempfindlich ist oder aber große Angst hat, der kann eine Vollnarkose bekommen, die allerdings selbst bezahlt werden muss. Das Gleiche gilt auch für die sogenannte Sedierung, bei der ein Beruhigungsmittel wie Valium gespritzt wird. In beiden Fällen sollte das aber ein Narkosearzt machen, der auch die Vollnarkose überwacht.

Der Ablauf im Einzelnen

Der Zahnarzt legt zunächst den Knochen frei und präpariert anschließend den Zahnfleischlappen. Ist der Knochen intakt und nicht zu porös, dann werden die Implantate ohne die Freilegung und das Aufklappen eingesetzt. Mit einem Spezialbohrer bereitet der Zahnarzt das Bett für das Implantat vor und benutzt dabei eine Bohrschablone, die es einfacher macht, die genaue Bohrrichtung zu finden und auch die endgültige Position und die Ausrichtung des Implantats zu bestimmen. Anschließend wird zunächst die Schraube, die die Zahnwurzel ersetzt und dann das eigentliche Implantat in den Kieferknochen eingesetzt und sollte dort passgenau sitzen. Wie lange eine Implantation dauert, ist von verschiedenen Faktoren abhängig, so zum Beispiel, wie viele Implantate gesetzt werden sollen. Entscheidend ist dabei auch, wie schwierig der Eingriff ist. Nach dem Eingriff muss sich der Patient zwei Stunden nach einer Vollnarkose oder Sedierung ausruhen, eventuell auch noch länger, und kann dann wieder nach Hause. Allerdings ist das Autofahren danach verboten.

Nach der Implantierung

Nach dem Eingriff beginnt die Einheilzeit, die ca. acht bis zehn Wochen dauert, denn so viel Zeit braucht das Implantat, um mit dem Knochen zu verwachsen. Während dieser Zeit bekommt der Patient eine Art Übergebiss, mit dem er essen, sprechen und auch lächeln kann. Man sollte nicht den Fehler machen und zu früh mit der Belastung des Implantats beginnen, denn das kann böse Folgen haben. Erst wenn die neuen Zähne wirklich fest mit dem Kieferknochen verwachsen sind, dann kann man wieder alles essen und muss auch auf einen knackigen Apfel oder ein frisches Brötchen nicht mehr verzichten.

Auch wenn der Ablauf der Behandlung nicht einfach ist und das Ganze Zeit braucht, ein Implantat ist in jedem Fall die bessere Lösung als eine Prothese, denn ein Implantat hält ein Leben lang und ist von einem echten Zahn nicht zu unterscheiden.