Zahnimplantate Schmerzen – was kann man tun?

Die meisten Behandlungen beim Zahnarzt sind mit Schmerzen verbunden. Das Einsetzen von Implantaten macht da leider keine Ausnahme, aber ebenso wie beim Zähneziehen oder auch beim Bohren bekommen Patienten eine entsprechende Betäubung. Wer sich Zahnimplantate setzen lässt, der hat mehrere Möglichkeiten, um der schmerzvollen Behandlung zu entgehen.

CIMG1411Vollnarkose – Zahnimplantate im Schlaf

Das Einsetzen von Zahnimplantaten ist ein sehr aufwendiger Eingriff, der unter Umständen einige Stunden in Anspruch nimmt. Je nachdem, wie viele Zähne durch ein Implantat ersetzt werden sollen, ist eine Vollnarkose eine sehr gute Wahl, besonders für Patienten, die schmerzempfindlich sind oder die Angst vor der Behandlung haben. Die meisten Zahnärzte empfehlen diese Form der Narkose auch, weil es ihnen ein ruhiges und konzentriertes Arbeiten ermöglicht. Wenn sich der Patient für eine Vollnarkose entscheidet, dann muss ein erfahrener Narkosearzt dabei sein, der den Eingriff überwacht.

Die Aufgaben des Anästhesisten

Der Narkosearzt führt zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten und befragt ihn zur Anamnese, überprüft Herz und Kreislauf und misst den Blutdruck. Er leitet anschließend die Narkose ein und überwacht während der OP den Kreislauf und das Herz. Ist der Eingriff beendet, dann „weckt“ der Narkosearzt den Patienten aus seinem Tiefschlaf.

Mit lokaler Narkose

Nicht immer ist eine Implantation mit einer Vollnarkose möglich, wenn der Patient zum Beispiel herzkrank ist oder Probleme mit dem Kreislauf hat. Viele Patienten haben aber auch Angst vor einer Vollnarkose und wählen deshalb die lokale Betäubung. In diesem Fall spritzt der Zahnarzt ein Betäubungsmittel und die Stelle, in die die Implantate gesetzt werden, wird taub und gefühllos. Je nach Aufwand des Eingriffs muss mehrmals nachgespritzt werden.

Für ängstliche Patienten

Patienten, die Angst vor der Behandlung haben, aber keine Vollnarkose wollen, können sich örtlich betäuben lassen und gegen die Angst eine Beruhigungsspritze bekommen. Diese Sedierung zum Beispiel mit Valium sollte von einem Narkosearzt vorgenommen werden. Der Patient bleibt bei Bewusstsein und verspürt keine Schmerzen. Nach dem Eingriff kann es bei bestimmten Sedierungsmitteln zu Gedächtnislücken kommen, und einige Patienten brauchen mehrere Stunden, um sich wieder zu erholen.

Schmerzen Zahnimplantate postoperativ

Ein langer und aufwendiger Eingriff wie das Einsetzen von Zahnimplantaten führt in der Regel auch zu postoperativen Schmerzen. Jeder Patient bekommt deshalb von seinem Zahnarzt Schmerztabletten mit nach Hause, die in den ersten Tagen auch eingenommen werden sollten. Es kann passieren, dass die neuen Zähne noch einige Tage nach der Operation schmerzen, wenn die Schmerzen aber sehr heftig sind und auch nach einer Woche noch immer nicht abklingen, dann muss der Zahnarzt erneut aufgesucht werden.